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Der Palazzo in Tegernsee war ihr Haus: Die Gebrüder August und Friedrich Thiersch, namhafte Architekten ihrer Zeit, „begrüßen“ nun im Eingangsbereich die Bewohner und Besucher. Kerstin Bertz: „Unsere Steinmetzin fertigte nach Zeichnungen der Technischen Universität München zwei Büsten der Architekten an, die wir hier im Entree aus Respekt vor diesem außergewöhnlichen Werk, das die beiden in Tegernsee einst vollbracht hatten, aufgestellt haben.“

August und Friedrich Thiersch wären sicher stolz auf das Team um Kerstin Bertz, das dem in die Jahre gekommenen Palazzo eine zweite „Jugend“ schenkte. Was immer diese denkmalgeschützte Immobilie entstellt hatte – es wurde beseitigt. Kerstin Bertz: „Unsere Sanierung war an den Originalplänen ausgerichtet. Wir haben den Palazzo rückgebaut und ihm sein historisches Aussehen mit allen architektonischen Raffinessen wiedergegeben.“

Es war eine wahre Schatzkammer, die sich da öffnete, nachdem nachträglich eingezogene Decken, Wände und Böden entfernt waren. Kerstin Bertz: „Natürlich ist es ein einmaliges Gefühl, in einem solch‘ geschichtsträchtigen, revitalisierten Haus zu leben, allerdings bedeutet exklusives Wohnen nicht nur, das historische Ambiente wiederherzustellen. Dieses muss mit Wohnkomfort auf höchstem Niveau und von exzellenter Qualität kombiniert werden.“

Original-Parkett, Stuck, Deckengemälde und anderes zu restaurieren das war die eine Seite. Die andere war es, die Moderne in den Palazzo mit seinen zwölf Eigentumswohnungen, von der keine der anderen gleicht, einziehen zu lassen. Kerstin Bertz: „Allein die Versorgung mit Strom, Wasser und Wärme nach heutigem Stand der Technik in einem solchen Gebäude zu planen und zu realisieren, war eine Kunst, die entsprechend spezialisierte Fachingenieure beherrschen mussten.“

Räume, einige davon extremen Ausmaßes in Fläche und Höhe, müssen perfekt beheizt werden. So war es selbstverständlich, im Palazzo Fußbodenheizung zu verlegen, die für eine gleichmäßige, individuell regelbare Wärme sorgt. Kerstin Bertz: „Das perfekte Raumklima war uns insgesamt wichtig. Die Temperatur ist dafür nur ein Faktor. Die Qualität der Innenluft ist ein zweiter. Um hier das Optimum zu erreichen, haben wir in den Wohnungen eine kontrollierte Wohnraumbelüftung installiert. Dieses Austauschsystem leitet verbrauchte Luft nach außen und führt frische Luft nach innen zu. Das bedeutet, dass auch bei geschlossenen Fenstern stets genügend Sauerstoff vorhanden ist.“

Zumal die Fenster zur Straßenseite speziell angefertigt wurden. Kerstin Bertz: „Die Fenster im Palazzo bieten maximalen Kälte- und Lärmschutz. Sie sind allerdings keine Standardfenster. Wir mussten sie nicht nur entsprechend den Denkmalschutzauflagen herstellen, sondern auch die Maße der alten Fenster erhalten. Gerade der Wohn-, Ess- und Küchenbereich, der ja nach unserem Wohnkonzept zur Seeseite liegt, ist nun herrlich lichtdurchflutet.“

Weit über die Norm hinaus geht auch die Elektroinstallation im Palazzo. Kerstin Bertz: „Das Prinzip ist, dass jedes Gerät einen eigenen, direkten Stromanschluss hat. Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdosen, die die Optik stören, müssen im Palazzo nicht verwendet werden. Sie werden in diesem Haus Räume finden, in denen über 20 Steckkontakte an den Wänden angebracht wurden. Selbstverständlich sind auch alle Vorrichtungen für moderne Medienkommunikation vorhanden.“

Außergewöhnlich ist sicher die Elektroinstallation in der größten Wohnung des Palazzo, zu der auch der ehemalige Festsaal gehört. Kerstin Bertz: „Solche Dimensionen verbieten natürlich die Stromzufuhr über Kontakte in den Wänden. Stattdessen haben wir die Versorgung in den Boden verlegt und die Anschlüsse sind über so genannte Bodentanks zugänglich.“

Mit dem OPUS greenNet, einem Energiespar- und Steuerungssystem ist es den Bewohnern übrigens möglich, die Versorgung ihrer Wohnung mit Strom, Wärme, Luft von überall aus auf der Welt zu regeln – ganz einfach per Smartphone.

Exklusives Wohnen zeigt sich auch am Bodenbelag. Die Wohnungseigentümer hatten die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Arten von Echtholz-Parkett und einer Auswahl von hochwertigen Steinzeug-Fliesen in fast allen Farb- und Maserungsvariationen.

Eindeutig erkennbar ist im Palazzo, welche Räume die Architektin mit besonderer Leidenschaft plant und einrichtet: die Bäder. Gerade in diesem Gebäude stellten sie eine Herausforderung dar. Kerstin Bertz: „Exklusives Wohnen bedeutet selbstverständlich, jeden Kundenwunsch erfüllen zu wollen. Will ein Kunde zwei Bäder, bekommt er sie. Will er ein Bad mit mehreren Zugängen, bekommt er es. Im Palazzo gibt es keine Wohnungen von der Stange und damit ist kein Raum wie der andere, also auch nicht das Bad.“

Zwölf Wohnungen, mehr als zwölf verschiedene Bäder, die bisweilen unter schwierigen Vorgaben entworfen und realisiert wurden: „In alten Gebäuden hat man öfter ein leichtes, mit bloßem Auge nicht erkennbares Gefälle von Decken oder Böden. Das müssen sie ausgleichen, wenn der Verlauf von Fliesen, Mosaiken und Fugen korrekt und perfekt sein soll“, nennt die Innenarchitektin ein Beispiel.

Ein Bad zu planen, um all dies darin unterzubringen, was sich der Kunde vorstellt, ist Millimeterarbeit, die das Team um Kerstin Bertz mit Bravour geleistet hat. Mit Erfahrung, exzellentem Wissen und unendlichem Einfallsreichtum ist es gelungen, sogar kleiner zugeschnittene Bäder mit allem auszustatten, wovon man nur träumen kann, – und man trotzdem in diesen Bädern noch Bewegungsfreiheit hat. Kerstin Bertz: „Beim exklusiven Wohnen geht es selbstverständlich darum, intelligente Lösungen zu finden, um beispielsweise auch auf engem Raum eine begehbare Dusche platzieren zu können.“

Die Bäder im Palazzo, eingerichtet mit Möbeln und Sanitärequipment der Serie „Philippe Starck3“ von Duravit, sind zu Wohlfühloasen geworden. Aber eine Wohlfühloase ist schließlich der gesamte Palazzo.

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